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Claus Unterbuchberger

Ost-Türkei - Erzerum - Berg Ararat - Van See - Antalya

>23. radeln-weltweit-Tour<: im Kurden-Stamm-Gebiet

 

Ost-Anatolien - Grenzgebiet zu Iran, Armenien und Georgien

 

in Ost-Anatolien, nahe der armenischen Grenze
in Ost-Anatolien, nahe der armenischen Grenze

 

...eigentlich wollte ich

in den Irak radeln, an Euphrat und Tigris entlang, von Bagdad nach Basra....

 

...dazwischen kam aber

der sog. "Dessert Storm",

das größte Kriegsunter-

nehmen seit dem 2. Welt- krieg, das die irakischen Truppen unter Führung von Saddam Hussein,

in der Schlacht aller Schlachten, spektakulär aus Kuweit  vertrieb. Weltweit wurde gegen diesen neuerlichen Öl-Krieg protestiert - auch ich fuhr am 28. Jan. 1991 in die damalige Bundeshauptstadt nach Bonn, um zusammen mit 300.000 Menschen, gegen die Wiedereinführung von Kriegen, als Mittel der Politik, zu demonstrieren....

...die alternativ realisierte Radtour, im Grenzbereich des Iraks und Irans, am Fusse des 5.250 m hohen Ararat, führte mich in das weitgehend noch unberührte Ost-Anatolien. 

Dort, in den abgelegenen Berg-Siedlungen, erlebte ich  die kurdische Gastfreundschaft und die kurdischen Traditionen im Original....

 

das historische Stadttor in Erzerum
das historische Stadttor in Erzerum

kurdische Hochzeits-Gäste auf dem Heimweg in ihr Dorf

tanzende Kurden auf dem Heimweg zu ihrem Dorf
tanzende Kurden auf dem Heimweg zu ihrem Dorf

 

...mit dem Flugzeug

reiste ich von München

in die Türkei (Dalaman)....

 

...mit dem Rad ging es weiter über Fethiye nach Antalya (200 km)....

 

...in der Antalya ergatterte

ich ein Bus-Ticket nach Erzerum, das 1.900 km

entfernt war. Die Bus-Fahrt

in den kühleren Abend

hinein war ganz angenehm. Die Bilder der Landschaft wechselten in kurzen Abständen.

Alle 2 Stunden hielt der Bus zu einer kurzen Pause. Ein kleiner Junge, der Sohn des

Hauptfahrers, fungierte als Bord-Steward, er verteilte regelmäßig kleine Wasserflaschen, und erfrischende Papiertücher.

Die Fahrt führte über Konya, Kayseri nach Erincan. Dort mußten sich einige der

Mitreisenden einer sensiblen Kontrolle unterziehen, da für die Kurden-Region besonders strenge Sicherheits-Regeln galten....

Am Spätnachmittag des nächsten Tages, nach fast 24 Stunden, erreichten wir Erzerum, die grösste Stadt Ost-Anatoliens. Das historische Stadttor aus der Zeit der Seldschuken versetzte mich augenblicklich in eine orientalische Hoch-Stimmung...

 

Für mich ein extra Willkommens-Ständchen
Für mich ein extra Willkommens-Ständchen
die Trommel und das Schalmei sind immer dabei
die Trommel und das Schalmei sind immer dabei

 

...die Musik der Kurden, mit einem Umfang von nur drei bis vier Tönen, klang sehr markant....

 

...als Instrumente erkannte

ich eine Flöte, eine grosse Trommel und ein kleines Schalmei...

 

 

das grüne Kurdistan lag nun ausgebreitet vor mir

ein Bauer mit seinen Hirtenhunden
ein Bauer mit seinen Hirtenhunden
mit nur einer Sense auf dem Feld
mit nur einer Sense auf dem Feld

 

...die Landwirtschaft

war kaum organisiert....

 

....die archaische Sense mußte den Bulldog mit Mähwerk ersetzen....

weit auseinander gezogen die mäßig organisierte Feldarbeit
weit auseinander gezogen die mäßig organisierte Feldarbeit

kurzer Stopp in der Provinz-Stadt Pasinla

überall kamen mir neugierige Kinder entgegen
überall kamen mir neugierige Kinder entgegen

 

...mit der Annäherung der Türkei an die Europäi- sche Union verbesserte sich die Lage der Kurden in den 90-iger Jahren.....

 

...es durfte öffentlich

wieder kurdisch gespro- chen werden....

prüfend und souverän liess er sich photographieren
prüfend und souverän liess er sich photographieren
ein mobiler Brotverkauf
ein mobiler Brotverkauf

 

....ab 1990 durften vereinzelt kurdische

Privat-Schulen eingerich- tet werden....

 

...ebenso kurdische

Zeitungen, die jedoch von

der türkischen Regierung

streng kontrolliert wurden....

 

 

historische Brücke Cobandede bei Köprüköy über den Aras

eine 400 Jahre Brücke über den Aras
eine 400 Jahre Brücke über den Aras
die Buben schauten sich meine Karte an
die Buben schauten sich meine Karte an

 

...interessiert studierten

diese drei Kurden-Buben

die Photos in meinem Reise-Tagebuch...

 

...Achmed ganz rechts

war blond und hatte

blaue Augen, ein Zeichen

für die indogermanische

Einwanderung aus der

Mitte Europas....

traumhaft der Flußlauf des Aras in Richtung Kars
traumhaft der Flußlauf des Aras in Richtung Kars

Mohamed überwachte die Rückkehr der Ziegenherden

Mohamed - der Dorf-Älteste erwartete die Rückkehr der Ziegenherden
Mohamed - der Dorf-Älteste erwartete die Rückkehr der Ziegenherden

 

...der alte Mohamed beobachtete die abend- liche Rückkehr seiner Schaf-Herde....

 

....die an dieser Stelle,

den stark fliessenden Aras-Fluss durchqueren mußten...

 

in Zweier-Reihen marschierten die Herden dem heimatlichen Pferch entgegen
in Zweier-Reihen marschierten die Herden dem heimatlichen Pferch entgegen
die Herden kamen vom gegenüberliegenden Ufer des Aras
die Herden kamen vom gegenüberliegenden Ufer des Aras

 

...in Zweier-Reihen liefen die Schafe auf die Ufer- Böschung zu...

 

...Mohamed schnalzte

stolz mit der Zunge, so sehr gefiel im dieser

Anblick....

 

der Hirte Achmed vor dem märchenhaften Aras-Fluss-Panorama
der Hirte Achmed vor dem märchenhaften Aras-Fluss-Panorama

die Fluss-Landschaft am Aras - weit weg von Getöse unserer Zeit

die Landschaft ruhig und fast unberührt
die Landschaft ruhig und fast unberührt

 

...hinter Horosan zweigten

sich die Land-Strassen, die E 80 führte direkt nach Agri...

 

...die kleinere 691 nach

Kars an der armenischen

Grenze....

 

 

die Schatten des Abendlichts formten die Hügel in prächtiger Weise
die Schatten des Abendlichts formten die Hügel in prächtiger Weise
immer wieder mußte ich zum photographieren stoppen
immer wieder mußte ich zum photographieren stoppen

 

...zum erstenmal auf

grosser Fahrt dabei, mein

neues Cannondale-Rad...

 

...ein einmaliges Teil,

das mir der Besitzer des

ersten Münchner Mountain-Bike-Shops (Pro-Bike)

dringend empfahl...

die Landschaft am Aras, unberührt, weit und schön
die Landschaft am Aras, unberührt, weit und schön
auch die Kühe strebten heim in den Stall
auch die Kühe strebten heim in den Stall

 

...der Abend kam schnell

näher, weit und breit gab

es keine Unterkunft.....

 

...wieder einmal mußte mir

jemand helfen, den ich bis

dahin noch garnicht kannte....

die Wiesen hinter dem Fluß wild und unbewirtschaftet
die Wiesen hinter dem Fluß wild und unbewirtschaftet

den Abend und die Nacht verbrachte ich im Lager eines Bautrupps

Hali, Mechmed, Osman und Arkhan
Hali, Mechmed, Osman und Arkhan

 

...Mehmet, Halil, Osman

und Arkhan nahmen mich

ganz selbstverständlich bei sich auf...

 

...im weissen Wohnwagen von Hali war noch ein Bett frei. Hali, der einige Jahre

in Duisburg gearbeitet hatte,

sprach ganz gut deutsch. Er versuchte mir das schwierige Verhältnis der Kurden mit den Türken zu erklären. Seiner Meinung sind die Kurden, mit fast 15 Mio. die größte ethnische Minderheit (Volksgruppe) in der Türkei, die jedoch von der Türkei partout nicht anerkannt wird,

ganz im Gegensatz zu den Armenierern und Griechen,

da in den Verträgen von Lausanne (1924) formell, die jeweilige Religionszugehörigkeit,

als Kriterium für nationale Zugehörigkeit bestimmt wurde....

 

...nach Ansicht des türkischen Staates sind die Kurden durch das gleiche Glaubensbekenntnis (Islam) keine eigenständige Ethnie.

Ein Widerspruch der sich nur schwer befrieden lässt....

 

...Hali trug aus diesem Grund bewußt einen grauen Anzug. Er wollte wie ein echter Türke aussehen, sein persönlicher Widerstand war längst gebrochen.....

 

sie verlegten irgendwelche Erdkabel entlang der Strasse
sie verlegten irgendwelche Erdkabel entlang der Strasse
Arkhan war der Grillmeister an diesem Abend
Arkhan war der Grillmeister an diesem Abend

 

...am offenen Feuer grillte

Arkhan verschiedene Fleischstücke....

 

...die Stimmung war ruhig und

besonnen, da der Alkohol

als Stimmungs-Macher

fehlte....

am Abend kamen noch Bekannte aus dem nahen Horosan dazu
am Abend kamen noch Bekannte aus dem nahen Horosan dazu

am nächsten Morgen führten mich Ukar und Özlan in ihr Dorf

Zufahrt zu einem versteckt liegenden Kurden-Dorf
Zufahrt zu einem versteckt liegenden Kurden-Dorf

 

...eine Sand-Piste führte zu dieser versteckt liegenden Kurden-Siedlung...

 

...Ukar und Özlan fragten

mich auf dem Weg dorthin

viele Dinge, die ich aber wegen der Sprach-Barriere nicht beantwoten konnte....

 

Ukar und Özlan führten mich in das abgelegene Dorf hinauf
Ukar und Özlan führten mich in das abgelegene Dorf hinauf
nichts Modernes war zu sehen
nichts Modernes war zu sehen

 

...am Rande des Dorfes erwartete uns eine bunt

gemischte Kinder-Schar...

 

...dieses kleine Dorf war von der Aussenwelt vollends abgeschnitten. Die Acker-

fläche war begrenzt, ebenso

die Anzahl der Kühe und der

daraus gewonnene Brenn-

stoff-Vorrat für die langen

Winterzeiten.

Nur eine Familien-Generation fand hier ein Auskommen. Für die Kinder war die grosse Einfachheit kein Problem, da sie nichts anderes kannten. Für sie war es selbstverständlich, dass sie das Dorf und Familie verlassen mußten, um anderswo in der Welt eine Arbeit zu finden.

...mein plötzliches Erscheinen war deshalb eine aufregende Sache.

Da ich keine Geschenke bei mir hatte, schauten alle gebannt auf meine silber glänzende Armbanduhr. Besnders die grösseren Buben interessierten sich dafür. Und schwups,

war sie auch schon weg. Aber ich hatte ja Ukar und Özlan an meiner Seite, die würden sich schon darum kümmern, dachte ich.....

 

ganz oben das Haupthaus der Kurden-Siedlung
ganz oben das Haupthaus der Kurden-Siedlung
die Kurden-Mädchen liessen sich gern photographieren
die Kurden-Mädchen liessen sich gern photographieren

 

...die Mädchen vor einem provisorischen Trenn-vorhang (Sichtschutz) aus getrockneten Mais- blättern...

 

...der ihren Bereich notdürftig von den Blicken der

Buben abschirmte...

der Dorf-Patriarch mit seiner Frau
der Dorf-Patriarch mit seiner Frau
tief beeindruckt verlasse ich dieses Tal
tief beeindruckt verlasse ich dieses Tal

 

...angesichts der Besetzung und Teilung der Türkei

nach dem 1. Weltkrieg

organisierte Mustafa Kemal

(Atatürk) mit Unterstützung der Kurden, den Wider- stand gegen die europäi- schen Besatzungsmächte...

 

...die Reformen von Atatürk,

Laizismus und Säkularisie- rung, stiessen bei den Kur- den jedoch auf Widerstand. Hinzu kam dass die kemalistische Ideologie einen homogenen türkischen Staat vorsah. Zwischen 1925 und 1938 kam es zu mehr als zwanzig Aufständen, die religiös, wirtschaftlch und politisch motiviert waren. Der offizielle Gebrauch der kurdischen Sprache war lange Zeit verboten und wurde erst unter Recep Erdgan wieder erlaubt.

 

ein grosses Ereignis - ein deutscher Radler zu Besuch
ein grosses Ereignis - ein deutscher Radler zu Besuch

 

...die Kurden-Kinder sind

an einfache Verhältnisse gewöhnt....

 

...dadurch sind sie im Leben

fröhlicher, erfolgreicher und belastbarer als Andere.....

ein befreiendes Bild das heute so nicht mehr möglich ist
ein befreiendes Bild das heute so nicht mehr möglich ist
die Kurden-Gross-Familie bereit zum photographieren
die Kurden-Gross-Familie bereit zum photographieren

 

....15 Kinder liessen sich

dieser kurdischen Gross-Familie zuordnen -

7 Mädchen und 8 Buben....

 

...meine Armband-Uhr

hätten sie zu gern behalten,

aber ich brauchte sie leider  dringender als sie....

 

Abschied von Ukar und Özlan
Abschied von Ukar und Özlan
Hali schaute mir traurig nach
Hali schaute mir traurig nach

 

...Hali schaute mir traurig

nach, zu gerne wäre er mit mir mitgefahren,

zurück nach Deuschland...

 

...der Brief mit den Photos,

die ich ihm nach der Reise zukommen liess, kam leider "unzustellbar " zurück....

für mich eine unvergessliche Begegnung
für mich eine unvergessliche Begegnung

Mittags wurde es unerträglich heiss, mehr als 40 Grad

ein kurdischer Händler mit seinem Sohn
ein kurdischer Händler mit seinem Sohn

 

...eine stupide Sommer- hitze hatte sich in Ost- Anatolien festgesetzt...

 

...ab 11 Uhr wurde das

radeln zur Qual. Die Luft

flimmerte über dem heissen Asphalt, wie damals in Spanien, auf der Radtour

nach Lissabon....

sofort boten sie mir zu trinken an
sofort boten sie mir zu trinken an
ganz nah an der armenischen Grenze
ganz nah an der armenischen Grenze

 

...die Konturen der Landschaft verwischten sich im gleissenden Sonnenlicht...

 

...vor der Grenze zu Armenien

versorgte ich mich an einem

Kiosk mit Trinkbarem,

eine Zivilstreife der Grenz-Polizei überprüfte dort diskret

mein Rad und mein Gepcäk...

 

die grelle Sonne liess keine Kontraste zu
die grelle Sonne liess keine Kontraste zu
bis Kagisman waren es noch 63 km
bis Kagisman waren es noch 63 km

 

...mein Ziel an diesem Tag, die ehemals armenische Stadt Kagizman....

 

...Kagisman lag in einem

tektonisch aktiven Gebiet,

in dem es immer wieder

zu schweren Erdbeben kam...

Bela und Micki, zwei tüchtige Hirten
Bela und Micki, zwei tüchtige Hirten
sie posierten so stright wie Erwachsene
sie posierten so stright wie Erwachsene

 

...Kinder übernehmen schon schon früh die Veranwortung über das Vieh....

 

...die Vielfältigkeit der Landschaften erleben sie

in einer viel intensiveren

Form, als die Kinder Hierzulande...

 

 

noch fanden die Kühe genug zu fressen, ein Monat später war alles braun
noch fanden die Kühe genug zu fressen, ein Monat später war alles braun
ein herrlich weites Tal
ein herrlich weites Tal

 

...das Landschafts-Profil wechselte im Minuten-

Takt....

 

...immer wieder fand ich ein

Motiv besonders photogen,

das bedeutete anhalten,

Photoapparat auspacken,

Motiv auswählen, einpacken, aufsteigen, weiterradeln....

ein beeindruckendes Touren-Panorama
ein beeindruckendes Touren-Panorama
Strassenbau, ein sinnvolles Beschäftigungs-Programm
Strassenbau, ein sinnvolles Beschäftigungs-Programm

 

...notwendige Strassen-

Ausbesserungs-Arbeiten

wurden noch von Menschen

durchgeführt....

 

....da Maschinen bei Weitem

nicht so beweglich sind,

Strassenbau in dieser Form

den Menschen auch eine

Bestätigung gibt...

die späten Nachmittags-Stunden waren wieder angenehm zum radeln
die späten Nachmittags-Stunden waren wieder angenehm zum radeln
eine Gaststube mit Fernsehen
eine Gaststube mit Fernsehen

 

...kurze Rast in einer kleinen Teestube....


...ein alter Fernseher stand

dort auf einem braunen Schrank. Laut und irrig flimmerte dieser vor sich hin.

...niemand wollte den Fluss

seiner Bilder unterbrechen,

die eine neue Wirklichkeit

schufen, den bisherigen

Wirkungsgrad der Menschen auf Null stellten. Die Fernsehbilder erzeugten Konsum-Wünsche, die durch einfache Feldarbeit nicht zu befriedigen waren. Der Blick der alten Bauern war deshalb gezeichnet von Mutlosigkeit und Zweifel...

...unwiderstehlich frass sich die sog. Moderne ostwärts, infizierte auch im bisher abge- legenen Ost-Anatolien, im Grenzgebiet zu Armenien und Iran,

ein Kurden-Dorf nach dem anderen......

 

im Garten eines Landgasthauses
im Garten eines Landgasthauses
ein Profil so wahr wie die Landschaft
ein Profil so wahr wie die Landschaft
Auffahrt nach Kagismann
Auffahrt nach Kagismann

 

...Kagismann lag auf einer sicherer Anhöhe....

 

...eine über fünf Kilometer

lange, stetig ansteigende

Zufahrts-Strasse, hatte

ich noch vor mir....

 

mein Cannondale mit der türkischen Flagge
mein Cannondale mit der türkischen Flagge
feuerrot leuchtende Berge wie in Australien
feuerrot leuchtende Berge wie in Australien

 

...gegenüber waren die

braunen Häuser von Kagismann zu sehen....

 

...am Orteingang empfing

mich eine Schar Kinder, die

mich auch zur Herberge geleitete....

 

 

 

...

Blick auf das Aras-Tal
Blick auf das Aras-Tal
das Glück dieser Kinder war echt und ansteckend
das Glück dieser Kinder war echt und ansteckend

 

...glückliche Gesichter 

sind in Ost-Anatolien ein

Teil der Landschaft....

 

 

...den Unterschied von

freundlich oder glücklich

zu erfassen, macht das photographieren immer

wieder spannend....

dieser Blick ernst und schon sehr bewußt
dieser Blick ernst und schon sehr bewußt
ein stolze Mutter mit ihren sieben Mädchen
ein stolze Mutter mit ihren sieben Mädchen

 

...in den Kurden-Familien

sind alle Generationen

präsent....

 

...gemeinsam sind sie eine eigene, unabhängige  Welt,

in der es harmonisch und glücklich zu geht.....

ein Kurden-Dorf bei Agri
ein Kurden-Dorf bei Agri
wieder so ein schönes Wadi
wieder so ein schönes Wadi

 

...in Tuzluca traf ich Mechmed, einen Kurden

auf Heimat-Urlaub...

 

...stolz fuhr er mit seinem

BMW-Cabriot an mir vorbei,

konnte nicht glauben, dass

ein Deutscher sich die

Mühe macht sein Land mit

dem Rad zu erkunden.....

souverän, die Betreiber des Tee-Hauses
souverän, die Betreiber des Tee-Hauses
kein Auto war zu sehen
kein Auto war zu sehen

 

...in Tuzla wirkte alles

noch sehr authentisch....

 

...die Gehöfte hatten noch

die traditionelle Einteilung.

Der Treffpunkt der Mädchen

war die einzige Wasserstelle

die sparsamsten Verkehrsmittel - Pferd und Fahrrad
die sparsamsten Verkehrsmittel - Pferd und Fahrrad
beim Wasserholen an der Mauer
beim Wasserholen an der Mauer

 

...beim Wasserholen

wurde der neueste Trasch ausgetauscht....

 

..oder lachend für ein Gruppen-Photo posiert.....

ein Storchenpaar nistete auf dem Stroh-Vorrat
ein Storchenpaar nistete auf dem Stroh-Vorrat

vor Igdir war der 5.220m hohe Mt. Ararat erstmals zu sehen

80 km entfernt kommt der Mt. Ararat durch die Wolken
80 km entfernt kommt der Mt. Ararat durch die Wolken

 

...80 km entfernt zeichnete sich das markante Profil des 5.220 m hohe Ararats 

am Horizont ab....

 

...der Gipfelaufbau des

Ararats war noch eis- und schneebedeckt....

ein imposantes Ziel-Photo, im Hintergrund der Mt. Ararat
ein imposantes Ziel-Photo, im Hintergrund der Mt. Ararat
10 km lange Auffahrt zum Mt. Ararat
10 km lange Auffahrt zum Mt. Ararat

 

...auf der 10 km langen Auffahrt zum Mt. Ararat-Plateau, überholten mich zwei Motor-Biker aus München.....

 

...sie konnten nicht glauben, dass ich in dieser kargen Gegend mit dem Fahrrad unterwegs war....

vor der kleinen Moschee ein fliegender Teppich-Händler
vor der kleinen Moschee ein fliegender Teppich-Händler
mein Zimmer in Dogbayzit
mein Zimmer in Dogbayzit

 

...Achmed wollte mir einen alten, fein geknüpften Gebets-Teppich verkaufen...

 

...mein einfaches Zimmer in Dogubayzit, direkt über einer Schlosserei, hatte einen

traumhaften Blick auf den

Mt. Ararat...

von meinem Fenster präsentierte sich der Mt. Ararat
von meinem Fenster präsentierte sich der Mt. Ararat

Dogubayzit - Grenzstadt im äussersten Osten der Türkei

der Blick der Kurden war immer offen und freundlich
der Blick der Kurden war immer offen und freundlich

 

...in Dogubayzit angekommen bemühte

ich mich bei der Polizei sofort um ein Permit

für den Mt. Ararat....

 

...mit einem lizensierten

Jeep-Guide wollte ich bis zur Schneegrenze (4.400 m) hinauffahren.....

auf der Strasse wurde die Ware sortiert
auf der Strasse wurde die Ware sortiert
Autos waren noch viel zu teuer
Autos waren noch viel zu teuer

 

...in den Strassen von Dogubayazit herrschte

ein orientalisches Treiben...

 

...viele Transporte erfolgten noch mit Pferden und vollbepackten Mulli´s....

voller der Leben die engen Marktstrassen
voller der Leben die engen Marktstrassen
der Stolz der Väter
der Stolz der Väter

 

...die jungen Burschen

- überall auf der Welt -

beobachten immer alles

ganz genau....

 

...der Scherenschleifer

wartete auf der Strasse auf

seine Kunden, er fand genug Zeit, mir ein Glas Tee anzubieten....

 

 

 

dieser Messerschleifer lud mich zum Tee ein
dieser Messerschleifer lud mich zum Tee ein
in der Schlosserei entstanden unzählige Öfen
in der Schlosserei entstanden unzählige Öfen

 

...auf der  Fahrt zum Mt. Ara- rat hinauf hatte ich mit eine

schmerzhafte Darmgrippe

eingefangen...

 

...die mich einen Tag lang das Bett hüten liess, nur die rythmischen Hammerschläge aus der Schlosserei unter mir, lenkten mich etwas ab.....

 

die Familie ist für die Kurden das Wichtigste
die Familie ist für die Kurden das Wichtigste
ein stolzer Familienvater
ein stolzer Familienvater

 

...dieser freundliche Kurden-Patron, ein Vorbild und Freund seiner aufgeweckten Bubenschar...

 

...Mädchen waren dagegen im öffentlichen Leben kaum zu sehen...

Besichtigung des Isaak-Pascha Palastes

über das Dogubayziter Hoch-Plateau sengte sich das Abendlicht
über das Dogubayziter Hoch-Plateau sengte sich das Abendlicht
der Isaak Pascha Palast an der iranischen Grenze
der Isaak Pascha Palast an der iranischen Grenze

 

...der Isaak Pascha-Palast

erbaut vom Emir von Dougubayzit...

 

...die Architektur vereint die Einflüsse seldschukischer Moscheen, armenischer Kirchen und osmanischer Stil-Elemente....

heroisch seine einmalige Lage über der Hochebene von Dougubayzit
heroisch seine einmalige Lage über der Hochebene von Dougubayzit
Abendstimmung über  Dougubayzit
Abendstimmung über Dougubayzit

 

...nach einer Ross-Kur mit Schwarz-Tee, hatte sich meine Darm-Grippe etwas gelegt...

 

...noch etwas geschwächt schlurfte ich durch Dougubayzit.

Die Hauptstrasse hinunter lief gerade ein laut singender Kurde,

gekleidet in traditioneller Tracht, was offiziell verboten war....

 

ein Monument der der osmanischen Geschichte
ein Monument der der osmanischen Geschichte

...20 Jahre später, auf einer Womo-Tour "Rund ums Schwarze Meer" kamen Hanni und ich erneut hierheri. Der Isaak Pascha Palast präsentierte sich in einem perfekt restaurier- ten Zustand, war nur noch schwach durchdrungen vom schweren Atem seiner ruhm- reichen Vergangenheit....

 

 

vor mir der Pass Tendürek-Rakim - 2.662 m hoch

bei der Anfahrt auf den Tendprek-Rakim Pass
bei der Anfahrt auf den Tendprek-Rakim Pass

 

..in Dogubayzit erwarb ich für DM 60,-- eine feingeknüpfte persische Satteltasche...

 

...der kurdische Händler, der gut englisch sprach, wurde sofort politisch. Er erklärte mir:

"Die Kurden müssen sich assimilieren, sonst verlieren

sie ihren Platz in der mode- rnen Welt. Schon jetzt sind sie über viele Länder verstreut und die Daheimgebliebenen entwickeln sich zunehmend zu einer Minderheit, mit einer abnehmenden Tradition und immer weniger Rechten....."

Sein Statement klang damals wie eine Vision, heute ist sie so aktuell, wie nie zuvor....

 

nach dem ersten Drittel des Passes machte ich eine Pause
nach dem ersten Drittel des Passes machte ich eine Pause
wegen des Tellers Reissuppe gab es einen Riesen-Stunk
wegen des Tellers Reissuppe gab es einen Riesen-Stunk

 

....im ersten Berg-Dorf

reichte mir eine ältere Kurdin eine einen Teller Reissuppe, die herrlich schmeckte....

 

...plötzlich stand der Patron,

der gerade vom Feld kam,

vor uns. Sofort begann dieser wild zu schimpfen, da ich seiner Meinung nach ein Spion hätte sein können. Erst als er sah, wie nötig ich diese Reis-Suppe hatte, ging er etwas milder mit mir um. Irgendwann begann er voller Stolz die Namen jener Städte aufzuzählen, die seiner Meinung nach, fest in kurdischer Hand waren. Es war fast der gesamte Osten von Anatolien.......

 

dieser Teller Suppe richtete mich wieder auf
dieser Teller Suppe richtete mich wieder auf
Kinder können auch eine Plage sein
Kinder können auch eine Plage sein

 

....vor der Pass-Höhe sah ich in der Ferne eine Schar Kinder auf mich zulaufen....

 

...mit lautem Geschrei radelte

ich durch sie hindurch, wollte

ein Absteigen, aufgrund frühe- rer Erfahrungen, unbedingt vermeiden.....

 

...

die Passhöhe Tendprek, fast so hoch wie Zugspitze
die Passhöhe Tendprek, fast so hoch wie Zugspitze

zu Gast in einem abgelegenen Kurden-Dorf

zu Gast in einem abgelegenen Kurden-Dorf
zu Gast in einem abgelegenen Kurden-Dorf

 

...15 km abseits der

Strasse siedelte die

Kurden-Familie von

Bano und Nikos....

 

...untergebracht wurde ich

im grossen Gemeinschafts-

Raum. der sich nach meiner Ankunft schnell füllte.

Zwei grosse Tabletts wurden hereingetragen, reichlich mit Fleisch und Käse bestückt. Jeder nahm sich davon ein wenig, viel interessanter war an diesem Abend, die Begegnung mit dem fremden Mann aus Deutschland, der so armselig mit dem Rad unterwegs war und nicht mit einem Mercedes oder einem weissen BMW.

Ein Mädchen konnte etwas Englisch. Sie war sehr stolz darauf dolmetschen zu dürfen. Als es dunkel wurde verschwanden alle blitzschnell in ihre eigenen Hütten,

da es kein elektrisches Licht gab und auch das runde Tablett längst leer war....

 

der Vater von Bano präsentiert sich stolz vor dem Heuballen
der Vater von Bano präsentiert sich stolz vor dem Heuballen
Nikos mit seiner jungen Familie
Nikos mit seiner jungen Familie

 

...am Morgen zeigte mir Nikos stolz seine drei Kinder, zwei davon hatten rote Haare....

 

...rote Haare waren bei

Kurden oft zu sehen....

Nikos Grossvater mit seiner jungen, traurig wirkenden Frau
Nikos Grossvater mit seiner jungen, traurig wirkenden Frau
der Clan des Grossvaters
der Clan des Grossvaters

 

...Nikos-Grossvater, der stolze Patron des Dorfes

mit seinen Frauen und

Kindern....

 

...unendlich traurig wirkte die Frau an Grossvaters Seite, eine junge Witwe, die vom

Clan aufgenommen wurde....

 

riesige Weizenfelder nahe dem Van-See
riesige Weizenfelder nahe dem Van-See
Brotbacken auf kurdisch
Brotbacken auf kurdisch

 

...am Van-See entlang

radelte ich durch riesige Weizenfelder....

 

...in einer kleinen Siedlung wurde in einem traditionellen Erd-Ofen Brot gebacken...

...ganz selbstverständlich wurde ich zum Mittag-Essen eingeladen....

in eine Erd-Röhre klebte man den Teig zum backen
in eine Erd-Röhre klebte man den Teig zum backen
achaische Verhältnisse überall
achaische Verhältnisse überall

 

...das Fladen-Brot war noch

warm und der Gemüse-Eintopf schmeckte köstlich...

 

...die Herzlichkeit dieser

Menschen ist schwer zu beschreiben, mit ihnen

aus einer Schüssel gegessen zu haben ist unvergesslich.....

fast ein so schön wie ein komponiertes Bild
fast ein so schön wie ein komponiertes Bild
ein LKW war mein Nachtlager
ein LKW war mein Nachtlager

 

...die Ladefläche eines

stillgelegten LKW´s war in

dieser Nacht meine Schlaf-

stelle....

 

...von unzähligen Moskitos

attakiert wurde diese Nacht

eine sehr lange...

 

im Schatten des LKW verrichtete Mohamed sein Abendgebet
im Schatten des LKW verrichtete Mohamed sein Abendgebet
Mohamend und sein Sohn Hassan
Mohamend und sein Sohn Hassan

 

...Mohamed und sein Sohn

Hassan bewachten in einer

aufgelassenen Kiesgrube,

altes technisches Gerät....

 

...Mohamed, ein tiefgläubiger Moslem, verrichtete sein

Abendgebet direkt unter mir,

im Schatten des von mir belegten LKW´s...

Mohamed schenkte mir ein Stück Käse zum Frühstück
Mohamed schenkte mir ein Stück Käse zum Frühstück

...am nächsten Morgen teilte Mohamed sein einziges Stück Käse mit mir.

Eine Geste, die sich tief in mein Gedächtnis eingrub, die für mich zu einem "erlebten" Symbol menschlicher Solidarität wurde.

Die in Ost-Anatolien beobachtete Zeiten-Wende ist heute längst Geschichte.

Nur noch in entlegenen Gegenden können die Kurden, ein tradtionelles und scheinbar unabhängiges Leben führen....

 

...von Van (Van-See) fuhr ich mit dem Bus - 2.500 km - über die Städte Batmann, Diyarbakir, Gaziantep, Adana, Mersin und Alanya zurüch nach Antalya.

Gesamt war ich fast 6.000 km in der Türkei unterwegs. Es war eine Rad-Bus-Tour,

die mich stark forderte, mir aber auch unendlich viel zurückgab.

Zwischenzeitlich wurde dieses ehemals archaische Hochland, bis weit hinter Ankara nach westlichem Vorbild modernisiert. Für die hier lebenden Menschen ein Fortschritt, für Reisende, die nach dem Ursprünglichen und Eigentümlichen suchen ein Verlust...

 

...die fernen Länder sind auf ihren Hauptwegen schon lange "nicht mehr fern",

die Airports auf der ganzen Welt sind gleich, ebenso die Hotels und die grossen

Strassen. Nur das individuelle Rad, eingesetzt als Fortbewegungs-Mittel und als

Kontakt-Medium, erfüllt den klassischen Anspruch des urbanen Reisens,

macht aus jeder Tour ein echtes Lebens-Erlebnis.....

 

 

 

...wenn du mehr über Ost-Anatolien und den angrenzenden Iran wissen willst, schreib einfach, ich antworte Dir gern....