meine Facebook-Seite:

Claus Unterbuchberger

Rif Gebirge - Tafafilet - Erfoud - Marakesch - Rabat - Tanger

>radeln-weltweit< Tour: MAROKKO

in Azrou kam endlich die Sonne durch
in Azrou kam endlich die Sonne durch

 

 ...fast 2.000 km radelte ich 

quer durch die wundervollen Landschaften Marokko´s...

 

...im Jahr 1978 war das noch eine exotische Rad- Tour. Ausser mir, war niemand hier mit dem Rad unterwegs.

Am Abfertigungsschalter der royal air maroc zuckte man ein wenig, als ich mein Rad als Reisegepäck eincheckte, vielleicht das erste Rad überhaupt, das auf eine Fern-Reise mitgenommen wurde.

...auf dem Flug freundete ich mich mit Bernd und Sabine an, die Marokko mit einem Avis-Leihwagen erkunden wollten. Bernd, persönlicher Sekretär des Münchner Stadtkämmerers war exellent vorbereitet, kannte alle Sehenswürdig-keiten in Marokko, gegen ihn kam ich mir sehr klein vor, da ich nichts wußte,

nicht einmal den Namen des berühmtesten Platz in Marrakesch kannte, den Djemaa el Fna, den Bernd so lebendig beschrieb, als wäre er schon x-mal dagewesen.

...am Abend besuchten wir zusammen die historische Altstadt (Medina) von Tanger.

Von einem redegewandten Türsteher liessen wir uns in ein orginelles Restaurant mit lauter Musik ziehen, in dem wir naürlich das marrokanischen Nationalgericht (Cous Cous) serviert bekamen. Am nächsten Morgen, nach einem reichhaltigen Frühstück, trennten sich unsere Reise-Wege. Vergnügt und in bester Laune starteten Bernd und Sabine mit einem weissen, leicht verbeulten Renault R 4, in den grossen Süden.

Mein Tages-Ziel lag etwas ostwärts, war die Stadt Chefchaouen im Rif-Gebirge, etwa 120 km von Tanger entfernt....

das Landschaftbild wie im Chiemgau
das Landschaftbild wie im Chiemgau

 

...die Anfahrt ins

Rif-Gebirge - ganz anders als erwartet...

 

...lange Berge stellten sich

mir in den Weg, deren Bewältigung ganz schön

mühsam war....

ein Händler bei der Tee-Pause
ein Händler bei der Tee-Pause
ein Metall-Handwerker der noch einen Fes aus roten Filz trug
ein Metall-Handwerker der noch einen Fes aus roten Filz trug

 

...das Wetter war ganz passabel, erst am späten Nachmittag begann es zu regnen...

 

...Chefchaouen, von flüchtenden Andalusiern, im 15. Jhd. kunstvoll in die Hänge des Rif- Gebirges gebaut war mein erstes

Tagesziel....

 

er hatte die wärmenden Djellaba´s im Angebot
er hatte die wärmenden Djellaba´s im Angebot
es war nass und klat in den engen Gassen
es war nass und klat in den engen Gassen

 

...in der Altstadt huschten die Menschen hurtig durch die engen Gassen....

 

...die Männer waren

eingehüllt in schwere,

bis an die Füsse reichen- de, wollene Kapuzen-Mäntel (Djielaba)...

...das Obergewand der Frauen unterschied sich

von dem der Männer nur

unwesentlich. Die knöchellange und gerade fallende >Diellaba< hatte seitlich nur einen Gehschlitz. Junge Leute trugen diese traditionelle Kleidung leider nur auf dem Land, wie hier in Chefcaouen....

 

ein stolzes Berber Gesicht, das ein grosses Leben ausdrückt
ein stolzes Berber Gesicht, das ein grosses Leben ausdrückt
herrlich schmeckte der marokkanische Minz-Tee
herrlich schmeckte der marokkanische Minz-Tee

 

...hinter dem Stadttor 

trank ich zum erstenmal Minz-Tee, das marokka- nische National-Getränk...

 

...der Duft war betörend, der Geschmack noch viel besser...

Einkauf in einer dunkler, kühlen Taverne
Einkauf in einer dunkler, kühlen Taverne
die Armen waren inmitten der Gemeinschaft
die Armen waren inmitten der Gemeinschaft

 

...einer Bettlerin wurden

ein ein paar Kupfer-Münzen in die Hand gelegt...

 

...Zeichen einer Gemein-schaft, die für Ihre Alten

und Bedürftigen selbst sorgte...

stolz präsentierten sich diese Geschwister für ein Photo
stolz präsentierten sich diese Geschwister für ein Photo
Kühe bedienten sich auf den noch mageren Weiden
Kühe bedienten sich auf den noch mageren Weiden

 

...die  Schlechtwetter-

Front setzte sich in  den

Bergen fest...

 

...für die Schaf-Hirten  -

und auch für mich - kam dieser Kälte-Einbruch  überraschend....

 

ruhig und klar, begrüsste mich dieser erfahrene Hirte
ruhig und klar, begrüsste mich dieser erfahrene Hirte
ein erster Sonnenstrahl zwängte sich zwischen die Wolken
ein erster Sonnenstrahl zwängte sich zwischen die Wolken

 

....kurz vor Quezzane blitzte die Sonne wieder

durch die Wolken....

 

...das machte Hoffnung,

aber der eisige Wind vom Mittleren Atlas blies mir

weiterhin ins Gesicht...

 

der einäugige Kamal auf grosser Fahrt
der einäugige Kamal auf grosser Fahrt

 

...Hassan, ein einäugiger,

Schafhirte, schwang sich - ohne gross zu fragen -

auf mein Rad...

 

...ungläubig befühlte er und sein Freund Kamal, meine hart aufgepumpten Draht-Reifen....

Kamal und Hassan bei der technischen Reifen-Kontrolle
Kamal und Hassan bei der technischen Reifen-Kontrolle
Sonnenlicht formte und kolorierte die Landschaft
Sonnenlicht formte und kolorierte die Landschaft
der mühsame Weg zurück ins abgelegene Berg-Dorf
der mühsame Weg zurück ins abgelegene Berg-Dorf

 

...je tiefer ich in das Rif-

Gebirge vordrang,

umso traumhafter die

Ausblicke...

 

...hier gab es keinen Strom und auch keine moderne Kommuni-

kations-Technik....

 

 

 

Kinder übernehmen hier schon sehr früh Verantwortung
Kinder übernehmen hier schon sehr früh Verantwortung
stolz präsentiert sich Mechmed hinter der Laden-Theke
stolz präsentiert sich Mechmed hinter der Laden-Theke

 

...die kleinen Versorgungs-Depots wurden meist von Kindern geführt...

 

...in diesem gab der Mechmed, gerade mal

8 Jahre alt den Ton an.

Seine Freunde spielten

inzwischen hinter dem Magazin Fussball....

die Freunde von Mechmed spielten hinter den steinernen Wohnhäusern
die Freunde von Mechmed spielten hinter den steinernen Wohnhäusern
der Blick aus dem Fenster war ernüchternd
der Blick aus dem Fenster war ernüchternd

 

...Neu-Schnee in Marokko, das hatte ich ao nicht erwartet...

 

...in einer Strassen-Bar wartete ich ab, bis die Spuren des Schnee´s verschwunden

bzw. abgetrocknet waren...

für die jungen Burschen war ich als Radler etwas Besonderes
für die jungen Burschen war ich als Radler etwas Besonderes
mit Achmed einen Minz-Tee getrunken
mit Achmed einen Minz-Tee getrunken

 

...Achmed und seine

Freunde warteten ebenfalls auf das Ende  des kalten Regens....

 

...diese Gesichter in Ruhe zu studieren und zu photo-graphieren hat sich gelohnt...

ein kurzer Blick zurück
ein kurzer Blick zurück
endlich kam die Sonne heraus
endlich kam die Sonne heraus

 

...wie durch ein Wunder -

an einem wild eingewach- senen  Friedhof, war plötz- lich die Sonne wieder da...

 

...unwiderstehlich und mit voller Kraft. Sie wärmte  meine steifgefrorenen Hände und Glieder....

...die Einheimischen suchten hier die Heiligen und die Verstorbenen auf, um durch sie mit Oben in Verbindung zu kommen, um den Segen , die baracka zu erhalten, jene positive Kraft, ohne die ihrer Meinung nach kein Wohlergehen möglich ist. Die baraka stellen sich die Marokkaner als transzendente Kraftquelle vor, die alle Dinge durchströmt, die schöpferisch, vermehrend und fruchtbarkeitsfördernd wirkt...

 

laut rezitierend wandelte er über der verwidlerten Grabstellen
laut rezitierend wandelte er über der verwidlerten Grabstellen
Margarithen am Strassenrand, bei uns auf dem Oberscharam
Margarithen am Strassenrand, bei uns auf dem Oberscharam

 

...Margarithen blühten

jetzt am Strassenrand...

 

...auf der Strasse in den Süden gab es nur wenig Verkehr, aber nur noch

selten schallte ein

"Hallo Monsieur"

über die weiten Wiesen..

 

eine Strasse die zum Träumen verleitet
eine Strasse die zum Träumen verleitet
fünfmal sollst Du am Tag essen - fünfmal sollst Du am Tag beten
fünfmal sollst Du am Tag essen - fünfmal sollst Du am Tag beten

 

...Adil, ein stolzer Berber, liess gerade seine Pferde an einer Moschee weiden...

 

...er selbst zog sich für ein

kurzes Gebet in den quad-

ratischen Gebetsraum zurück....

 

...als er wieder heraus- kam, schaute er mich lange und schweigend an, ein vielsagender Blick, der ein erfülltes Leben und den Stolz auf seine kleine Pferde-Herde erkennen liess....

Blicke dieser Art, verleihen den Menschen überall auf der Welt, eine individuelle Würde, gleichgültig ob sie reich oder arm sind. Auf meinen Reisen suche ich ganz bewusst

danach. Erfahre durch sie immer viel von dem jeweiligen Land und seinen Menschen.

Von Reise zu Reise werden diese Blicke aber seltener, da sich die Menschen, geleitet von den modernen Kommunikations-Techniken, ein neues Welt- und Lebensbild aufgebaut haben, eines das weit und grossartig zu sein scheint,

dem Persönlichen aber nur noch wenig Raum läßt....

 

Irdin mit seiner kleinen Pferde-Herde
Irdin mit seiner kleinen Pferde-Herde
an der Weg-Kreuzung "Fes - Meknes" fühlte ich mich in Marokko
an der Weg-Kreuzung "Fes - Meknes" fühlte ich mich in Marokko

 

...das wilde Rif-Gebirge lag nun hinter mir....

 

...bis zur Königsstadt

Fes waren es nur noch

50 Kilometer....

Hassan und sein jüngerer Bruder, an der Weg gabelung nach Fes
Hassan und sein jüngerer Bruder, an der Weg gabelung nach Fes
Plausch mit Hassan und seinen Freunden
Plausch mit Hassan und seinen Freunden

 

...an der Weg-Gabelung

Fes - Meknes plauschte

ich mich Hassan und seinen Freunden...

 

....die Fahrt in der warmen

Sonne war für mich noch ganz ungewohnt...

fast immer war ich allein auf der Strasse
fast immer war ich allein auf der Strasse
ein kleines Mädchen trieb am Spätnachmittag eine Schafherde zurück
ein kleines Mädchen trieb am Spätnachmittag eine Schafherde zurück

 

...ein kleines Hirten-Mädchen lief freude-strahlend auf mich zu...

 

...scheu und vorsichtig

übereichte es mir einen blühenden Zweig....

 

...ein wunderbarer Moment...

mit einer Blume in der Hand liess Sie sich von mir photographieren
mit einer Blume in der Hand liess Sie sich von mir photographieren

Fes - die alte Königsstadt mit der legendären Medina (Altstadt)

beeindruckendes Tor in den Orient
beeindruckendes Tor in den Orient

 

....Fes . die berühmte

Königsstadt mit der

12 m hohen Stadtmauer....

 

...die Medina (Altstadt)

von Fes zählt seit 1981

zum UNESCO-Weltkultur-

Erbe...

 

...von hier aus führt die

Nationalstrasse 8, der alten Karawanenstrasse folgend, am Westrand des Mittleren Atlas vorbei, nach Marrakesch....

neugierig schaut man auf den armen Radler
neugierig schaut man auf den armen Radler
Achmed ein Guide ohne Lizenz
Achmed ein Guide ohne Lizenz

 

...Achmed bot sich als

Guide an. Mit dem Motor- rad fuhren wir zu einigen Sehenwürdigkeiten ausserhalb der hohen Stadtmauern...

 

...zurück im Zentrum, stoppte uns eine Polizei-Streife...

...da Achmed keine Guide- Lizenz vorweisen konnte, mußte er für zwei Tage ins Gefängnis...

Eine drakonisiche Strafe, mit der Marokko die Besichtigung der Königsstädte sicherer und attraktiver machen will. Mir erschien die Gefängnisstrafe zunächst total überzogen, erst später, als ich allein die historische Medina (Altstadt) erkundete, in den engen Gassen die Orientierung verlor, angewiesen war auf wohlwollende Menschen, verstand ich die Notwendigkeit dieser Maßnahme. etwas besser...

 

in einer langen Reihe sitzen die Senioren an der hohen Stadtmauer
in einer langen Reihe sitzen die Senioren an der hohen Stadtmauer
ein stolzer Berber mit weissem Kopftuch vor dem Werkzeug-Laden
ein stolzer Berber mit weissem Kopftuch vor dem Werkzeug-Laden

 

...das Können und die

Tradition, die hinter die- sen  Menschen steckt,

hat kaum noch einen materiellen Wert...

 

...es findet keine Nach- folger mehr - deshalb wird es mit denen gehen, die es heute noch so stolz verkörpern...

 

 

frische Minzblätter für den marokkanischen Minz-Tee
frische Minzblätter für den marokkanischen Minz-Tee

 

...die marokkanische Minze wächst das ganze Jahr hindurch...

 

...ihr süsser, kühlender

Geschmack wird viel-

fältig eingesetzt,

besonders beim überall präsenten Minz-Tea,

dem marokkanischen National-Getränk...

beeindruckend die 12 m hohe Stadtmauer von Fes
beeindruckend die 12 m hohe Stadtmauer von Fes
durchdringende, freundliche Blicke
durchdringende, freundliche Blicke
Innenhof einer früheren Karawanserei
Innenhof einer früheren Karawanserei
die Frauen mit Kopftuch und Mundschutz
die Frauen mit Kopftuch und Mundschutz

 

...seit der Unabhängig- keit im Jahr 1956, hat  sich Marokko liberaler

als andere arabische

Staaten entwickelt....

 

...der Westen war das

erstrebenswerte Vorbild. Die Frauen konnten in dieser Phase ihre Rechte deutlich ausbauen....

 

 

ein reicher Berber mit seinen zwei Frauen
ein reicher Berber mit seinen zwei Frauen
einem Blick dem man nicht ausweichen konnte
einem Blick dem man nicht ausweichen konnte

 

...im Gebiet des Rif- Gebirge leben mehr- heitlich die freiheits-liebenden Rif-Berber...

 

...ihre Bezeichnung geht

auf die Römer zurück, die vor zweitausend Jahren

alle Nicht-Römer Barbare nannten....

 

 

 

 

 

mein blaues Zimmer in Moulay - einfach, aber ausreichend
mein blaues Zimmer in Moulay - einfach, aber ausreichend

 

...mein blaues Zimmer

in Azrou - typisch für die Unterbringung in Marokko....

 

...den Geräuschen und

Gerüchen der umliegen- den Wohn-Quartiere konnte man hier nicht entfliehen..

das Weideland war spärlich bewachsen
das Weideland war spärlich bewachsen
Hirten sind überall auf der Welt, die Könige der Landschaft
Hirten sind überall auf der Welt, die Könige der Landschaft

 

...ich fühlte mich nun in Marokko angekommen...

 

...die Strasse verlief durch eine öde Lamdschaftt,

in der es wenig Abwechs- lung gab, die aber eine grosse Ruhe ausstrahlte...

 

der Asphalt war heiss aber fest, mit einem 20-iger Schnitt rollte ich dahin
der Asphalt war heiss aber fest, mit einem 20-iger Schnitt rollte ich dahin
Hassan rettete einem zurückgebliebenen Zicklein das Leben
Hassan rettete einem zurückgebliebenen Zicklein das Leben

 

...Hassan, hatte ein zurückgebliebenes Zicklein auf dem Arm....

 

....die Hirten trieben ihre Tiere im Laufschritt über die karge Hochebene, 

damit auch nachfolgende Herden hier noch Fress- bares finden....

 

eine weitere kleine Herde raste an mir vorbei.
eine weitere kleine Herde raste an mir vorbei.
auf der Strasse der Legionäre in den Süden
auf der Strasse der Legionäre in den Süden

 

...das  Plateau des Pass Col du Talghamat

1.905 m hoch ....

 

...hier gab es weder

Heiterkeit noch Gelas-senheit. Ich rollte einfach vor mich hin, losgelöst von allen Zwängen und

Zielen..

 

Tizi-n- (Pass) Talrhemt 1.905 m hoch

am Pass-Magazin holen sich die Berber die wichtigsten Nahrungsmittel
am Pass-Magazin holen sich die Berber die wichtigsten Nahrungsmittel

 

...dieses Magazin im

Hohen Atlas versorgte die Berber mit allem Notwendigen..

 

...sie kamen von abgele- genen Berg-Dörfern, die nur mit Maultiernen erreicht werden konnten, ein Schutz und Fluch zugleich....

 

 

ein frischer Wind blies über die Passhöhe
ein frischer Wind blies über die Passhöhe
beim Tee wird man sofort zum Freund
beim Tee wird man sofort zum Freund

 

...je karger die Landschaft umso entgegenkommender die Gastfreundschaft der Menschen...

 

...ganz selbstverständlich lud

man mich zum Minz-Tea ein, da man einen radelnden Deutschen (Allemand) noch nie zu Gast hatte.

...das Tee-Glas war sehr heiss, ich konnte es nur mit zwei Fingern anfassen, dann saugte ich den Tee so wie die Anderen, mit einem kurzen Einatmen aus dem Glas. Das dabei entstehende Pfeifgeräusch, wurde nicht als störend, sondern als ein Zeichen gelungener Gastfreudschaft angesehen...

 

malerisch das Gasthaus auf der Pass-Höhe
malerisch das Gasthaus auf der Pass-Höhe

am Tunnel der französischen Fremden-Legionäre

der legendäre Tunnel der Legionäre
der legendäre Tunnel der Legionäre

 

....der Tunnel

der Legionäre - 1930 erbaut..

 

...rechts am Tunnel-

Eingang ein kleines Wachhäuschen, davor

stand ein leibhaftiger  Legionär, den ich militä- risch grüsste, aber leider

nicht photographierte..

die Landschaft südlich des Tunnels der Legionäre - Qued Ziz
die Landschaft südlich des Tunnels der Legionäre - Qued Ziz
Ildrin wartete auf seinen Vater
Ildrin wartete auf seinen Vater

 

...in einer Gaststube

wartete dieser Bub seit Tagen auf seinen Vater....

 

...der gerade mit einem Bautrupp  für eine unbe- stimmte Zeit unterwegs war...

Hassan schrieb seinen Namen und Adresse in meine Tourenbuch
Hassan schrieb seinen Namen und Adresse in meine Tourenbuch
die beiden Brüder hatten eine grosse Kamelherde
die beiden Brüder hatten eine grosse Kamelherde

 

...Hassan und sein Bruder Erbil waren wohlhabende Kamel-

Züchter...

 

...Hassan wollte mich

unbedingt in sein 1o km

weit entferntes Dorf mitnehmen....

 

 

 

hier fühlte ich mich schnell zuhause
hier fühlte ich mich schnell zuhause

 

...aus purer Bequem- lichkeit verzichtete

ich auf dieses Erlebnis..

 

...das vielleicht ein ganz

Besonderes geworden

wäre. Man sollte nie zu früh aufgeben...

endlich - das sagenumwobene Tafilalet - breitete sich vor mir aus

...die Landschaft des Tafilalet breitet sich 18 km nord- südwärts aus, ost- westwärts

zwischen 4 und 16 km. Das Landschaftsbild gleicht einem riesigen Palmenhain, durch den gemächlich der Fluss Qued Ziz zieht. Das Tafilatet ist von Wüsten umgeben,

im Südwesten sind die hohen Sanddünen der Tingheras ganz nahe....

...früher sollen im Tafilatet mehr als 100.000 Menschen gelebt haben, heute sind nur

noch 20.000 hier ansässig...

die Palmen-Oase Tafilatet mit dem Qued Ziz im Vordergrund
die Palmen-Oase Tafilatet mit dem Qued Ziz im Vordergrund
Einfahrt in die Palmen-Oase Erfourd
Einfahrt in die Palmen-Oase Erfourd

 

...die Palmen-Oase Erfoud. 1916 aus einer französischen Militär- station entstanden....

 

...ist für seine naturfarbenen Lederwaren bekannt,

die mit Takaout gegerbt,

ein handwerkliches Highlight sind...

zu den Dünen der Sahara

er und sein Bruder vermieteten ein Reit-Kamel
er und sein Bruder vermieteten ein Reit-Kamel
Achmeds Bruder posierte mit dem Kamel
Achmeds Bruder posierte mit dem Kamel

 

...Achmed und sein Bruder präsentierten ihr Kamel als Photo-Motiv....

 

...ein Ausritt in die Dünen wäre aber interessanter gewesen....

Hamit und sein Begleiter fuhren den Landrover zu den Dünen
Hamit und sein Begleiter fuhren den Landrover zu den Dünen
kurze Pause am Rande der Sahara
kurze Pause am Rande der Sahara

 

...der Sonnenaufgang

stand unmittelbar bevor....

 

...auf dieser Wüsten-Tour mit dabei, die französischen Motor-Biker aus Toulouse: Patrick und Christine, Bernard und Clarie.

...Hassan, der Fahrer und

Besitzer des  englischen

Landrovers versuchte uns während der Fahrt ausführlich und mit viel Engagement den Unterschied zwischen Berbern und Arabern zu erklären, der  Marokko so sichtbar prägt und die Traditionen noch an vielen Orten beherrscht. Ein interessantes Thema, zu dem in meinem Polyglott-Reiseführer viel nach- zulesen war....

Aufstieg zu den Dünen-Kämmen
Aufstieg zu den Dünen-Kämmen
Claire, Christine und Bernard
Claire, Christine und Bernard

 

...wie ein Schöpfungs-Akt erhob sich die aufsteigen- de Sonne - eine Symphonie rot-oranger Farb-Nuancen flammte am Horizont auf...

 

...Christine und Claire gaben

sich diesem Natur-Schau-spiel, ergriffen und voller Andacht hin...

 

ein Marokkaner im blauen Gewand eines Tuareks
ein Marokkaner im blauen Gewand eines Tuareks
Patrick und Christine aus Toulouse
Patrick und Christine aus Toulouse

 

....in der Frühstücks-

Pause kam kein Gespräch

zustande...

 

...die Faszination der Wüste hatte uns alle sprachlos gemacht....

das weiche, angenehme Morgen-Rot wird unerbittlich zurückgedrängt
das weiche, angenehme Morgen-Rot wird unerbittlich zurückgedrängt
die kurzen Momente des Morgens sind in der Wüste die schönsten
die kurzen Momente des Morgens sind in der Wüste die schönsten

 

...die weichen Rot-Töne 

des neuen Tages wurden binnen weniger Augen- blicke vom grellen Tages- licht aufgesogen....

 

...die Wüste wurde wieder

zu einem heissen, fast uner- träglichen Ort...

Bernard versuchte dieses Momentum photographisch festzuhalten
Bernard versuchte dieses Momentum photographisch festzuhalten
Christine und Patrick in landesüblicher Kleidung
Christine und Patrick in landesüblicher Kleidung

 

...vom  Hotel-Pool aus, war die heisse Wüsten- Landschaft der Sahara gut zu ertragen...

 

.. ideal auch für interes- sante Gespräche unter

Bike-Kollegen....

Abschied vor dem rosa Hotel-Eingangstor
Abschied vor dem rosa Hotel-Eingangstor

in El Jorf - Kashbah - Zitadelle - Festung

kraftvolle Festungsbauten aus Lehm
kraftvolle Festungsbauten aus Lehm

 

...von Erfoud radelte ich

auf der Strasse der Kasbahs, nach Quarza- zate hinüber -  420 km...

 

...die befestigten  Kasbahs dienten den Berbern als Gemeinschafts-Speicher und Festung gegenüber den feindlichen Nomaden-stämmen der Araber. Da die Errichtung solcher Bauwerke die Kräfte einzelner Familiensippen überschritt, schlossen sich 50 und mehr Familien zu Baugemeinschaften zusammen.

In der Regel ist eine Kasbah, ein turmartiges, bis zu fünf Stockwerken hohes Gebäude, umgeben von einer Wehrmauer umgeben, dessen vier Ecken von sich nach oben ver- jüngenden Türmen flankiert werden.

Die Inneneinrichtung der Kashbahs ist variabel, manche haben einen grossen Innenhof als Zentrum, andere einen weitläufigen Treppen-Aufgang. Die Beichtigung einer Kasbah ist in jedem Fall ein beeindruckendes Erlebnis...

 

Elias mit dem gelben Pullover war der Anführer
Elias mit dem gelben Pullover war der Anführer
jedes Stockwerk hatte einen eigenen Brunnen
jedes Stockwerk hatte einen eigenen Brunnen

 

...Elias, der Bub mit dem gelben Pullover war der Anführer, er nahm mich an der Hand und geleitete mich in das dunkle Innere der Kasbah....

 

...ein kleines Mädchen zog am ersten Innehof Wasser aus dem tiefen Brunnen....

Elias wirkte auf mich sehr beruhigend
Elias wirkte auf mich sehr beruhigend
mit jedem Meter wurde es unheimlicher
mit jedem Meter wurde es unheimlicher

 

....die uns begeitende

Kinder-Horde wurde immer grösser und lauter....

 

....die Gänge waren nur noch durch Lichtschlitze belichtet. In den Ecken sassen junge Männer, die durch Hasch-Konsum ihr Leben zu erleichtern suchten....

es war eine Art Befreiung als ich vor dem Tor das Tageslicht wieder sah
es war eine Art Befreiung als ich vor dem Tor das Tageslicht wieder sah
Von diesen Burschen bekam ich Hasch angeboten
Von diesen Burschen bekam ich Hasch angeboten
die Piste von Erfoud hinüber ins grüne Tinghir - 165 km Etappe
die Piste von Erfoud hinüber ins grüne Tinghir - 165 km Etappe

 

...die Piste nach

Goulmima - ein echtes Martyrium - sie wollte

einfach nicht enden....

 

...die Sonne brannte auf meine Arme und Beine. Die Wasserflaschen

waren längst leer.....

 

stolz präsentierte sich Samir vor seinen Bild-Helden
stolz präsentierte sich Samir vor seinen Bild-Helden
Samir ein begabter Maler, der stolz auf sein WErk war
Samir ein begabter Maler, der stolz auf sein WErk war

 

...in einem Magazin

präsentierte sich der

junge Maler Samir...

 

...er hatte die Bilder seiner Träume an die Wände

eines Gastraumes gemalt hatte....

eine abgetrocknete Kultur-Landschaft
eine abgetrocknete Kultur-Landschaft

 

....ich radelte an abtrock- nete Palmen-Oasen vor-

bei, deren Anblick mich schockierte.....

 

...die dafür notwendigen unterirdischen Bewäs-serungs-Systeme wurden

früher von Sklaven aus Inner-Afrika gereinigt und

instand gehalten...

eine kleine Oase voller Überraschungen
eine kleine Oase voller Überraschungen

 

...aufmerksam schauten diese Mädchen zu mir

herüber...

 

...sie näherten sich nur

zögernd, Schritt für Schritt.

Nach einer halben

Stunde waren sie für ein Photo nah genug....

 

 

eine halbe Stunde dauerte dieses herliche Photomotive
eine halbe Stunde dauerte dieses herliche Photomotive
ein unendlicher Himmel überwölbte die Landschaft
ein unendlicher Himmel überwölbte die Landschaft

 

...der Blick verlor sich

in der Unendlichkeit. Schnellziehende Wolken waren meine einzigen Begleiter....

 

....aus den wenigen

Autos die mich überholten, winkten mir die Menschen fröhlich lachend zu....

ein Bild das den Ernst dieser Kinder dokumentiert
ein Bild das den Ernst dieser Kinder dokumentiert
diese Burschen kamen von der Schule
diese Burschen kamen von der Schule

 

...Schulkinder eskortier- ten mich mit grossen Ernst durch jedes Dorf...

 

...dabei fragten sie mich lustige Sachen z.B. wollten sie von mir wissen, ob ich auf den Gipfeln des Hohen Atlas, den weissen Schnee berührt  hätte...

ein grenzenloses Fussball-Feld
ein grenzenloses Fussball-Feld

 

...auch am Rande der Sahara ist der Fussball.

Volks-Sport Nr. 1...

 

...bis in den Sonnen-untergang hinein rannten

die Buben unermüdlich hinter dem Ball her...

altersmäßig bunt gemischt waren die Mannschaften
altersmäßig bunt gemischt waren die Mannschaften
für die Buben war ich ein Held
für die Buben war ich ein Held

 

...Hassan und seine

Freunde begrüssten

mich am Orts-Eingang

von Tinghir....

 

...führten mich schnur-

stracks zur Herberge,

die neben dem kleinen Töpfermarkt lag....

müde und abgekämpft erreiche ich das grüne Tal von Tinghir
müde und abgekämpft erreiche ich das grüne Tal von Tinghir
die Berber am Markt nahmen mich kaum zur Kenntnis
die Berber am Markt nahmen mich kaum zur Kenntnis
an der Teestube ging es wieder einmal sehr lebhaft zu
an der Teestube ging es wieder einmal sehr lebhaft zu

 

...im Tee-Haus neben der Moschee trafen sich die Männer zum Plausch....

 

...für mich interessierte sich

niemand. Um ein Glas süssen Minz-Tea mußte ich ganz schön betteln....

 

 

dieser Berber bezahlte mit einer alten, grossen Kupfermünze
dieser Berber bezahlte mit einer alten, grossen Kupfermünze
der Töpfer-Markt in Tinghir
der Töpfer-Markt in Tinghir
das Jüngste Kind ist immer bei der Mutter
das Jüngste Kind ist immer bei der Mutter

 

...gehandelt wurde mir

allem. Die vielfältigen Töpferwaren interes-sierte die Frauen am stärksten...

 

...sie bestimmten das äussere Bild jedes Dorf- Marktes....

 

 

im Schatten wartet geduldig der Esel
im Schatten wartet geduldig der Esel

 

...der Esel war für die Menschen noch ein wichtiger Begleiter...

 

...ein wunderschönes

Tier mit einmaliger Aus-

strahlung...

ein Berber mit seiner Leder-Umhängetasche
ein Berber mit seiner Leder-Umhängetasche
die grosszügige Hotel-Terrasse in Quarzazate
die grosszügige Hotel-Terrasse in Quarzazate

 

...das Hotel in Quarzazate

wurde direkt vom marokkanischen Königs-

haus betrieben....

 

...als ich meine Wäsche zum Trocknen über die Balkon-Brüstung hängte,  sagte der Portier nur:

"No Monsieur....."

 

Panorama-Aussicht von der Hotel-Dachterrasse
Panorama-Aussicht von der Hotel-Dachterrasse

der Tizi n´ Tichka-Pass - 2.260 m hoch - war das nächste Zie

noch in der Umgebung von Quarzazate
noch in der Umgebung von Quarzazate
die Landschaft wurde immer trockener
die Landschaft wurde immer trockener

 

...motiviert und gut

erholt radelte ich nun dem hohen Atlas entgegen...

 

...von Tag zu Tag wurde

es heisser, die blühenden

Mandelbäume hatte ich

längst hinter mir gelassen...

der einzige Brunnen weit und breit
der einzige Brunnen weit und breit
unerträglich die Mittags-Hitze
unerträglich die Mittags-Hitze

 

...an den wenigen Brunnen herrschte

immer reger Betrieb....

 

...versorgt wurden keine

Herden, sondern nur

einzelne Nutztiere...

kurze Rast im Schatten einer offenen Limo-Bar
kurze Rast im Schatten einer offenen Limo-Bar
Begegnung mit Walter und Marlies
Begegnung mit Walter und Marlies

 

...an einem Trink-Buffet traf ich Walter und Marlies aus Stuttgart,

die mit einem blauen VW-Bully auf grosser Marokko-Fahrt waren....

 

...zwei Tage später trafen

sie auf der Nordwestseite des Tizki-Passes,

auch Wolfgang Komm....

langsam ging es in den Tizi n´Tichka-Pass hinein
langsam ging es in den Tizi n´Tichka-Pass hinein
durch unwirtliches Gelände führten die Serpentinien
durch unwirtliches Gelände führten die Serpentinien

 

...der Tizi n`Tichka-Pass, einer der beiden grossen Übergänge über den Hohen Atlas...

 

...die Pass-Landschaft

kahl, unwirtlich und rauh.

An geschützten Stellen

waren noch Schneereste

zu sehen. Die Berber-Stämme dieses Pass- Gebiets hatten früher einen starken Einfluss auf das Gemeinwesen. Die Führer dieser Stämme, die grossen Kaids des Hohen Atlas waren

angesehene Persönlichkeiten in der marokkanischen Politik.

Heute haben die Pässe ihre politische Bedeutung verloren, dafür aber an wirtschaftlicher Power gewonnen. Das vom Pass-Übergang etwa 20 km entfernte Telouet ist noch heute das Zentrumt der Masmouda-Berber, die bereits seit dem Altertum in dem Gebiet zwischen Marrakesch und dem Quika-Tal ansässig sind....

 

unzählige Bergbäche kamen aus den vielen Bergschluchten
unzählige Bergbäche kamen aus den vielen Bergschluchten
in panischer Angst flohen die Mädchen vor dem einsamen Radler
in panischer Angst flohen die Mädchen vor dem einsamen Radler
nach 12 km Bergfahrt erreichte ich die Passhöhe
nach 12 km Bergfahrt erreichte ich die Passhöhe

 

...immer wieder begegne- ten mir die jungen, bunt

angezogenen Berber-

Mädchen....

 

...sobald ich aber zum photographieren stoppte, liefen sie laut kichernd davon....

die Seniorin des Sippe hatte alles gut im Blick
die Seniorin des Sippe hatte alles gut im Blick
ein Riesenteppich wurde gerade zum Trocknen aufgehängt
ein Riesenteppich wurde gerade zum Trocknen aufgehängt

 

...stolz zeigte diese Berber-Familie ihren eben fertiggestellten marro- kanischen Knüpf-Teppich.

 

...Jahre später, auf den  jährlichen Teppich-Messen

in Frankfurt und Hannover waren diese Teppiche stets ein gesuchtes Highlight,

authentischer Handarbeit.

In der trockenen Jahreszeit

treiben die Gebirgsbewohner ihre Herden durch die engen Wadis, in denen von dem üppichen Regenfällen im Winter nur ein schmaler Wasserfaden zurückbleibt.

Besonders eindrucksvoll sind die Schluchten Todra und des Dades.....

Im Gebirge sind die Dörfer terrassenförmig im Stampfbau angelegt. Die Häuser haben nur enge Öffnungen, um die Bewohner von Kälte und noch mehr gegen die drückende Hitze des Sommers zu schützen....

 

Blick in das Tal Ait Tinidir
Blick in das Tal Ait Tinidir
die kleine Tochter der stolzen Teppichknüpfer-Familie
die kleine Tochter der stolzen Teppichknüpfer-Familie

in einer langgezogenen Kurve tauchte plötzlich Wolfgang Komm auf

durch einen grenzenlosen Zufall trafen wir uns am Tizi n`Tichka
durch einen grenzenlosen Zufall trafen wir uns am Tizi n`Tichka

 

...durch eine Hochzeits- feier aufgehalten, kam er erst eine Woche nach mir in Marokko an...

 

...in Marrakesch wollten

wir uns treffen, aber ein steifer Südwind zwang mich zu einer Routen-Änderung...

...wie bekannt radelte ich

von Tanger östwärts über das Rif-Gebirge und den Mittleren Atlas nach Ksar-es-Souk. In Erfoud, am Rande der Sahara fühlte ich mich in Marokko angekommen. Entlang der Kashbah-Strasse erlebte ich wundervolle Tage. Wolfgang indes startet von Marrakesch aus in Rich- tung Zagora, einer Oasen-Stadt von seltener Schönheit. Anschliessend bestieg Wolf- gang als versierter Hochalpinist, den Toubkal, den höchsten Berg Marrokos 4.167 m.

Bei der Anfahrt auf den Tizi n`Tichka, auf der westlichen Seite, begegnete er den beiden Stuttgartern Walter und Marlies, die ihm von mir erzählten....

...von diesem Moment an suchte Wolfgang in jeder Raststätte nach mir,

bis endlich in einer lang gezogenen Kurve, ein kleiner Punkt zu sehen war,

das konnte nur der der Nachbar aus Gräfelfing sein.....

...das Hallo war entsprechend gross...

 

das Grand-Hotel an der Pass-Höhe
das Grand-Hotel an der Pass-Höhe
mein Zimmer war geradeaus, mit einer Aussicht auf den Hof
mein Zimmer war geradeaus, mit einer Aussicht auf den Hof

 

...die Herberge auf der Passhöhe war ganz o.k.

alt und ranzig aber die

Hamelkeule die man uns zum Abendessen auf-

tischte...

 

...etwas besser war das Frühstück am nächsten Morgen...

 

 

Wolfgang und Claus beim gemeinsamen Frühstück unter den Arkaden
Wolfgang und Claus beim gemeinsamen Frühstück unter den Arkaden
unterhalb der Strasse wurden zwei Schafe geschächtet
unterhalb der Strasse wurden zwei Schafe geschächtet

 

....nur wenige Meter ent- fernt schäftete ein Berber frühmorgens ein Schaf und eine Ziege....

 

...das dauerte eine knappe Viertelstunde, ebenso schnell war das frische Fleisch unter den bereits Wartenden verteilt...

 

in weniger als 10 Minuten war diese Arbeit traditionell erledigt
in weniger als 10 Minuten war diese Arbeit traditionell erledigt
die Rasur gelang auch unter diesen Umständen
die Rasur gelang auch unter diesen Umständen

 

....noch eine kurze Rasur,

dann fertig zum Start...

 

...Wolfgang wollte weiter

in den Süden nach Zagora, von wo ich gerade herkam...

...Marrakech war an diesem Tag mein Ziel.....

 

Wolfi radelte weiter gen Süden nach Zagora
Wolfi radelte weiter gen Süden nach Zagora

 

...von den Berber-Kindern freundlich verabschiedet, radelten wir in unter- schiedliche Richtungen weiter....

 

...aber irgendwie blieb

diese Marokko-Radtour für uns eine gemeinsame....

 

die Strasse nach Marrakech belebte sich zusehens

der Verkehr auf der Nationalstrasse wurde lebhafter
der Verkehr auf der Nationalstrasse wurde lebhafter

 

...originell waren die einfachen Ein-Achser,

die von Maultieren,

manchmal auch von Pferden gezogen wurden....

 

...in den Augen der Marok- koner waren sie schon halbe Autos..

an der Stadtmauer von Marrakesch ein Bild des Grauens
an der Stadtmauer von Marrakesch ein Bild des Grauens
die Marktflächen ungepflegt und ohne Stimmung
die Marktflächen ungepflegt und ohne Stimmung

 

...der erste Eindruck von Marrakesch, ausserhalb der hohen Stadtmauern,

war eher ernüchternd....

 

...alle Plätze waren übersäht von Abfall. Die Menschen

wirkten apathisch und müde,

hatten eine ganz andere Ausstrahlung als im Süden....

 

die Jugendlichen mit dem unsteten Blick des Lauernden
die Jugendlichen mit dem unsteten Blick des Lauernden
nur selten sah ich ruhige Gesichter
nur selten sah ich ruhige Gesichter

 

...die Menschen waren  kaum noch traditionell gekleidet....

 

...die Blicke der Kinder

misstrauisch und ohne

Freude....

 

orginell der Parkplatz der Einachser und Pferde
orginell der Parkplatz der Einachser und Pferde

 

...einen besseren

Eindruck machten jene Familien, die ein Pferd anspannen konnten....

 

...ganz besonders wenn

es ein rassiger Araber-Schimmel war...

traumhaft die Lage von Marrakesch
traumhaft die Lage von Marrakesch

 

...die Lage von Marrakesch, vor den 4.000 m hohen schneebedeckten Gipfeln des hohen Atlas...

 

...sehr stimmungsvoll....

ein Berg-Blick - fast wie in Nepal
ein Berg-Blick - fast wie in Nepal
überragend der Turm der Kutubia
überragend der Turm der Kutubia

 

...die Kutubia, eines der schönsten und

bedeutendsten Baudenkmäler Nordafrikas.

Der Turm ist 77 m hoch und reich mit

Ornamenten verziert....

 

...die Moschee wurde unter Jacob el Mansor

im 12. Jahrhundert von den in Andalusien gefangenen Sklaven gebaut.

 

...Marrakesch ist für viele die geheimnisvollste

und lebendigste Stadt Marokkos, vielleicht von ganz Afrika....

 

Im Schweizer Reiseführer von 1953 steht:

...es gibt wohl kaum etwas Schöneres als diese von Palmenhainen umsäumte und von der mächtigen Kutubia überragten "rote Stadt" hinter der sich die schneebe- deckten Berge des Hohen Atlas erheben und über die sich meist ein strahlend blauer Himmer spannt.....

vor der alles überragenden Kutubia
vor der alles überragenden Kutubia

 

 ...zur unvergesslichen Freude wurde der abendliche Besuch der Djemaa-el-Fna-Platzes, auf dem sich Wahrsager....

 

...Possenreisser, Schlangen-Beschwörer und Feuerfresse ein Stelldichein gaben, wo man maurischen Märchen-Erzählern begegnete,  dazu die Assaus, die Kochendes Wasser ohne mit der Wimper zu zucken herunterschluckten und schliesslich auch noch die Chleuh-Tänzer, junge Männer, die in phantasievollen Masken, ihre originelle und exotische Kunst darboten, wie man es sonst in der Welt nirgendwo wiederfindet. Zur Erinnerung kaufte ich eine alte Keramik aus dem Tafafilet....

endlich wieder in freier Natur
endlich wieder in freier Natur

 

...bei meinem Besuch

in Marrakesch behinderte

mich ein schmerzhafter Hexenschuss...

 

...seit dem ranzigen Hammel-Essen am Tiszka- Pass hatte ich zu offenbar zu wenig gegessen und getrun- ken . Nur mit Schmerzen kam ich auf mein Rad....

 

die Jugendlichen auf den Feldern posierten gern für ein Photo
die Jugendlichen auf den Feldern posierten gern für ein Photo
auf dem Heimweg nach einem Markteinkauf
auf dem Heimweg nach einem Markteinkauf

 

...die Frauen vollgepackt auf dem Heimweg.....

 

...sie waren wieder stolz und würdevoll gekleidet....

ein freundliches, offenes Gesicht
ein freundliches, offenes Gesicht

Safi - an der marrokanischen Atlanitikküste

mit bis 8 m langen Angel-Ruten fischten die Burschen im Meer
mit bis 8 m langen Angel-Ruten fischten die Burschen im Meer

 

...in Safi erreichte ich die

marrokanische Atlantik-

Küste....

 

...mit einer Riesen-Portion Meeres-Fisch ging ich

gegen mein Ernährungs-Defizit an.

Nach dem Essen war mein Hexenschuss wie weggeblasen....

jede Angler-Gruppe hatte einen Chef
jede Angler-Gruppe hatte einen Chef
200 Schul-Kinder liefen schreiend auf mich zu
200 Schul-Kinder liefen schreiend auf mich zu

 

...an der Strasse eine

Schule und ein Frei- gelände mit etwa 200 Kinder....

 

...die wie eine Welle auf

mich zustürmten, das Geschrei  dabei war ohrenbetäubend....

Ali und ich waren eine Stunde lang ein Team
Ali und ich waren eine Stunde lang ein Team

 

...Ali, ein marrokanischer

Rennradler begleitete mich eine Stunde lang....

 

...er erzählte mir viel von seinen Rennen und noch mehr von seinen Träumen....

ein Verteran, der seine Erkennungsmerke umgehängt hatte
ein Verteran, der seine Erkennungsmerke umgehängt hatte

Mazagan - vor Casablanca

Es gab Fisch in vielen gut schmeckenden Variationen
Es gab Fisch in vielen gut schmeckenden Variationen

 

...das Essen entlang

der Atlantikküste war

einfach super....

 

...hier gab es alles und

reichlich. Für einen

Radler nach mehr als

1700 km mehr als wichtig....

 

...

das gesellschaftliche Leben war echt marrokanisch, jeder war ein Berber
das gesellschaftliche Leben war echt marrokanisch, jeder war ein Berber
die Strände weit und unberührt
die Strände weit und unberührt

 

....die Strände weit und unberührt, aber es fehlte der Überraschungs-Kick...

 

...der den Süden Marokkos so einmalig macht....

Hassan war der Wächter des stillgelegten Leuchtturms
Hassan war der Wächter des stillgelegten Leuchtturms
Hassan und der alte Leuchturm
Hassan und der alte Leuchturm

 

...der alte Leuchturm,

eine Funktions-Skulptur

aus einer anderen Zeit...

 

...unzähligen Fischern

und Booten hat er den Weg gewiesen....

 

 

Rabat die ehrwürdige Königs-Stadt

die Stadtmauer vom Königs-Palast
die Stadtmauer vom Königs-Palast

 

...gegründet wurde Rabat

im 12. Jhd. Damals errich- tete der erste Sultan der Almohaden, Abd el Mou- mene, am linken Ufer des Bou Regreg ein grosses

Lager oder Ribat....

 

...wovon sich der Name

Rabat hergeleitet hat....

in der Medina trifft man auf interessante Menschen
in der Medina trifft man auf interessante Menschen
ein Glas Minz Tee, Tisch und Stühle
ein Glas Minz Tee, Tisch und Stühle

 

...die Säulen einer vorgebauten Arkade bietet ausreichenden

Schatten....

 

...ein kleiner Tisch verbindet

die Menschen bei vielfälti- gen Anlassen...

das Mündungsbecken des Bou Regreg in Rabat
das Mündungsbecken des Bou Regreg in Rabat

Larache - Endpunkt dieser traumhaften Radl-Fernfahrt

hier stellte ich mein Rad ab
hier stellte ich mein Rad ab

 

...am Strand spielte ich mit den Buben Fussball,

meine Rad stellte ich -

gut sichtbar - oben am Weg ab...

 

--.auf einmal war es nicht mehr sehen. Die Aufregung

war gross. Eine halbe Stun- de später hatte ich es

wieder....!

mit diesen Buben spielte ich bis zur Erschöpfung
mit diesen Buben spielte ich bis zur Erschöpfung
Ali in der Mitte war der von allen respektierte Anführer
Ali in der Mitte war der von allen respektierte Anführer

 

...in kurzer Zeit wurden

wir Freunde, dass mein Rad plötzlich weg

war für sie normal...

 

...Begegnungen wie

diese geben Reisen

erst den Sinn, da die

Menschen ein Land

ausmachen und nicht

irgendwelche Sehens-

würdigkeiten....

der Blick von der Ufer Promenade hinaus auf das Meer
der Blick von der Ufer Promenade hinaus auf das Meer
die Weite des Meeres nimmt alle Wünsche auf
die Weite des Meeres nimmt alle Wünsche auf

 

...der letzte Abend in Marokko, meine Gedanken verloren sich in der Weite des Meeres...

 

...die vielen Begegnungen und Erlebnisse der letzten Wochen wurden in diesem Moment, Teil meiner Lebens-Vergangenheit....

...kurzes Reise-Fazit:

Die Rad-Tour durch Marokko war an allen Tagen aufregend und schön.

An das freundliche "Hallo Monsieur" das mir auf der Fahrt in den Süden täg-

lich zig-mal zugerufen wurde, erinnere ich mich immer wieder gern.

Kein anderes islamisches Land hat seine Traditionen und Überlieferungen so sorgfältig gepflegt wie Marokko. Keines hat sich so entschieden gegen die den europäischen Einfluss gewehrt. Keines hat sein eigenwilliges und beglückendes Anlitz so authentisch bewarht.

Sollte Dich dieser Bericht neugierig gemacht haben,

dann mache einen Plan, setz Dich ins Flugzeug und radle los...

Du wirst in Marokko eine wunderbare Zeit erleben.

Claus Unterbuchberger

P.S. Deine Fragen beantworte ich gern per Mail